Gesundheit


Mögliche Gründe gegen Implantat-getragenen Zahnersatz

Eine Implantation stellt einen chirurgischen Eingriff da, in dessen Zuge körperfremdes Material in den Kieferknochen eingebracht wird und dort verwachsen soll (Osseointegration). Wichtig ist die Entscheidung für einen Implantologen, der genügend Erfahrung hat, um die Operation professionell durchzuführen. Dies vorausgesetzt ist – pauschal betrachtet – immer noch nicht sichergestellt, dass der Eingriff wahrscheinlich erfolgreich verläuft und die Zahnimplantate auf lange Sicht stabil im Kiefer verankert bleiben, denn es müssen zunächst Grundvoraussetzungen gegeben sein.


Risiken bei Zahnimplantaten

Wenn die Grundvoraussetzungen gegeben sind, dann sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass eine Voraussetzung nur die grund­sätz­liche Eignung spiegelt, aber nicht den Erfolg garantiert. Wie jede andere Operation auch, ist eine Implantation mit Risiken verbunden:

Implantationsrisiken

  • Allgemeine Operationsrisiken (anhaltende Schmerzen, Begleiterscheinungen der Anästhesie etc.)
  • Oberkiefer: Verletzung von Nasenboden und Kieferhöhle
  • Unterkiefer: Verletzung von Nerven, speziell des Trigeminus-Nerv


Erhöhtes Risiko bei Knochenaufbau

Ist der Kiefer in seiner jetzigen Situation nicht dafür geeignet, mit einem Zahnimplantat versorgt zu werden, weil  die Knochendicke zu gering ist, so kann ein Knochenaufbau Abhilfe schaffen.

Augmentationen (=Knochenaufbauten) im hinteren Backenzahnbereich des Oberkiefers sind hierbei deutlich schwieriger zu sehen als der Aufbau von Knochen im Unterkiefer. Denn im Zuge des Setzens von Implantaten im hinteren Oberkiefer muss häufig auch die Trennwand zwischen Mund- und Kieferhöhle (Sinusboden) angehoben werden muss (Sinuslift), was die Operation erheblich kom­pli­ziert.  Knochenaufbauten stellen daher bisweilen sehr aufwendige Operation dar. Sie erhöhen das allgemeine Risiko einer Im­plan­ta­tion.

Risiken nach der Implantation

1.    Gestörte Einheilung:

Nachdem das Zahnimplantat gesetzt ist, muss es einheilen. In dieser Einheilphase verwächst es, wenn es alles gut läuft, fest mit dem Knochen. Kommt es während dieser kritischen Zeit zu einer erhöhten Belastung, dann kann dies den Einheilprozess so gravierend stören, dass das Implantat verloren geht.

2.    Biologische Risiken:

Nachdem die kritische Phase der Einheilung überstanden ist, und der Zahnersatz bereits gesetzt wurde, kann es in manchen Fällen zu entzündlichen Gewebe-Veränderungen im Implantatbereich kommen. Diese können, wenn Sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden, zum Verlust von Knochen und der Lockerung des Implantats führen.